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Tipps zum Geschichten sammeln

By | Blog, Moderation, Predigt & Rede | No Comments

Oft sucht man nach einer guten Geschichte für seine Rede, Moderation, Predigt oder Präsentation. Aber wenn man sich mit dem Inhalt auseinander setzt, fällt einem oft nichts ein.

Hilfreich ist es, sich eine eigene Sammlung von persönlichen Geschichten anzueignen und aufzuschreiben. Sehr oft überlegt man nur  chronologisch, was man schon alles erlebt hat. Jedoch gibt es auch noch andere Möglichkeiten, sich an eigene Geschichten zu erinnern und diese abzurufen:

Welche Geschichten fallen dir ein zu:

  • Räumen (z.B. Küche, Flur, Wartezimmer, Krankenhaus,  …)
  • Orte (z.B. Schulhof, Strand, Wald, auf dem Meer, Schwimmbad, …)
  • Düfte/Gerüche (z.B. Kuchenduft, Kaffeeduft, Rosenduft, Brandgeruch, Schweißgeruch…)
  • Menschen (z.B. Lehrer, (Zahn-)Arzt, Feuerwehrmann, Schaffner, Chef, Vertreter, Freund XY,  …)
  • Lieder (z.B. Happy Birthday, New York New York, Hoch auf dem gelben Wagen, Guten Abend gute Nacht, …)
  • Gefühlen (z.B. verliebt, wütend, traurig, enttäuscht, verwirrt, fröhlich, verrückt, …)
  • Gegenstände (z.B. Wasserkocher, Toilettenpapier, Mikrofon, Blumentopf, Vitrine, …)
  • Ereignisse (z.B. Schulabschluss, Klassentreffen, 1.Autoanmeldung, Weihnachten, …)
  • Städte (z.B. Hamburg, London, Berlin, Miami, Schwerin, …)
  • Begriffe (z.B. hell, grün, heiß, dunkel, eklig, schön, verführerisch, lustig, …)

Wenn man sich langsam nur die einzelnen Worte durch liest, fallen einem meist sofort einzelne Geschichten zu diesen Begriffen ein. Probiere es aus und notiere sie dir z.B. in Stichworten und Themen in eine Liste. So hast du nach und nach einen Fundus von persönlichen Geschichten, die du bei deiner Rede verwenden kannst.

 

 

 

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Drehbuch im Kopf

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Ein Bild kann eine ganze Geschichte erzählen. Ebenso  kurze Geschichten oder einzelne Sätze.

“Lieber Gott. Bitte schicke Dennis Clark dieses Jahr zu einem anderem Camp. Peter”

Welche Geschichte geht dir bei diesem Satz durch deinen Kopf? Was stellst du dir vor? Was ist vorgefallen? Wie fühlt sich die Person?

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Emotionen aufgreifen

By | Blog, Moderation | No Comments
[image align=”right” lightbox=”true” width=”300″ height=”450″]http://www.detlev-reich.de/wp-content/uploads/2012/09/emo.jpg[/image]

In einer Veranstaltung sollte man die richtige Atmosphäre im richtigen Moment prägen.

Aufgrund der Programmelemente entstehen bestimmte Emotionen, denen man als Moderator begegnen muss. Das gleiche gilt vor einem Programmpunkt. Es ist notwendig die Zuschauer auch emotional darauf vorzubereiten. Bei freudigen und lustigen Elementen mag diese emotionale Hinführung vielleicht weniger beachtenswert erscheinen. Dies ist jedoch unbedingt notwendig, je dramatischer, kontroverser oder auch aufwühlender ein Programmpunkt dargestellt wird. Wenn die Hinführung zum Thema gut gestaltet ist, kann der Zuschauer auch besser darauf reagieren.

Mit dem Diagramm kann man die Art des Elementes einstufen und sich dadurch besser darauf vorbereiten. Je weiter rechts auf der Skala die Elemente eingestuft werden, desto weniger emotional muss man das Publikum darauf vorbereiten. Pauschal gesprochen bedeutet dies, dass die Art des Elements (Comedy/Drama), die Gestaltung der Anmoderation bestimmt(verschmitzt/seriös). Man sollte es vermeiden, z. B. überspitze komische Elemente zu erklären, zu rechtfertigen und somit seriös anzumoderieren.

Man kann auch für sein Publikum einen gewissen Rahmen im Diagramm definieren, der sicher ist und somit das folgende Element auch ohne viel Vorbereitung für die Zuschauer angenehm ist.

Dieser Abschnitt wurde aus dem aktuellen Buch: “Gottesdienst-Handbuch – Stilmittel, Strukturen und Modelle für Gottesdienste am Puls der Zeit” entnommen.

Infos und Bestellung

ebook: itunes / amazon

Download des Diagramms unter www.detlev-reich.de/gh

 

 

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Fehler beim Sprechen vor Leuten

By | Blog, Moderation, Predigt & Rede | No Comments

Es können verschiedene Fehler beim Sprechen auf der Bühne gemacht werden. Wenn man um gängige Fehler weiß, kann man diese einfacher vermeiden.

Habe eine klare und ruhige Sprache. Sprich in einfachen und klaren Sätzen. Setze dazwischen bewusst Pausen und senke die Stimme am Ende des Satzes. Vor allem Frauen tendieren dazu, Sätze wie eine Frage oder eine unvollendete Aufzählung zu beenden und gleich zum Nächsten überzugehen. Männer hingegen sprechen oft höher, wenn sie angespannt oder aufgeregt sind. Komme mit deiner Stimme „herunter“ und versuche in deiner normalen Tonlage zu reden.

Bezogen auf die Betonung treten folgende Fehler häufiger auf:

Es werden Satzzeichen betont.
Wenn es ein geschriebenes Skript gibt, kann es vorkommen, dass man alle Satzzeichen zum Anlass nimmt, mit der Stimme hochzugehen. Dadurch wirkt der Text, wie gelesen.

Es wird eine falsche Satzmelodie verwendet.
Der Sprecher hat sich eine unnatürliche Melodie beim Sprechen vor Publikum angewöhnt. Z.B. kann es sich dabei um eine große Stimmbewegung oder viele kleine Melodie-Bögen im Satz handeln. Die Melodie soll für Gefühlstiefe sorgen. Es klingt aber eher künstlich.

Es wird monoton gesprochen.
Normal spricht man mal laut, leise, hoch, tief, schnell und langsam. Aufgrund von Unsicherheit begibt man sich auf ein einziges Tonniveau, das konsequent durchgezogen wird.
Es wird im Pathos gesprochen. Durch ständiges überbetonen und erhöhter Lautstärke, möchte der Sprecher seinem Inhalt Nachdruck verleihen. Kurzzeitig kann dies sehr hilfreich sein, übermäßig ist es jedoch ermüdend und wirkt affektiert.

Es wird „Schönsprechen“ verwendet.
Dabei wird jeder Silbe überdeutlich und schön ausgesprochen und betont.

Es wird zu viel betont.
Hier wird in der Weise zu viel betont, dass der Zuhörer meint, es wäre schon der Höhepunkt des Vortrages. Diese scheinbaren Höhepunkte bringen mehr Verunsicherung als Nutzen und lassen den Hörer ermüden.

 

Mehr dazu im Buch: Der Moderations-Trainer

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Interview in einem Gottesdienst

By | Blog, Moderation | No Comments

Möglichkeiten

Interviews in einem Gottesdienst sind gute Möglichkeiten, das Thema zum einem zu vertiefen und auch die Relevanz zum alltäglichen Leben aufzuzeigen. Hinzu kommen die Berichte über die persönlichen Erfahrungen, die die Befragten erlebt haben. Durch diese Geschichten können die Zuschauer das Thema des Gottesdienstes stärker verinnerlichen. Auch Interviews über ein bestimmtes Fachwissen ist möglich.

Dauer

Je nach Interviewpartner und dem Thema kann die Länge des Interviews sehr unterschiedlich ausfallen. So ist es auch möglich statt einer Predigt ein Interview zu führen. Wenn ein Interview zusätzlich zu einer Predigt gehalten wird (ohne deren zeitliche Kürzung), sollte es 05:00 – 06:00 Minuten nicht übersteigen.

Einbindung

Da in einem Interview meist ein Erlebnisbericht und somit eine Geschichte weitergegeben wird, sollte diese im weiteren Verlauf aufgegriffen werden. Ein Interview kann auch gut in einer Predigt platziert werden, um den Inhalt weiter zu vertiefen.

Besonderheiten

Ein Interview muss vorbereitet werden. Der Moderator sollte im Vorwege präzise Fragen formulieren. Dabei sollte er beachten, was der Zuschauer vom Gast wissen möchte. Welche Fragen müssen gestellt werden, damit ich diese Informationen erhalte? Was ist das Ziel des Interviews?

Ein kurzes Vorgespräch macht Sinn, jedoch sollte nicht das komplette Interview durchgesprochen werden (z. B. nur Anfangsfrage, Ziel des Interviews, etc.). Sonst besteht die Gefahr, dass das Gespräch zu unnatürlich wirkt. Bei unsicheren Gästen kann man in einem Warm-up die Fragen und Themenbereichen erläutern ohne selbst die genauen Antworten abzufragen.

Beim Gespräch achte auf folgende Punkte:

  • Keine doppelten Fragen stellen (zwei Fragen hintereinander).
  • Offene Fragen stellen (Wer, Wo, Was, Wann, Wie, Warum, Woher). Keine „Ja/Nein-Fragen“.
  • Kein bloßes Fragen abhaken, sondern ein Gespräch führen, indem man auf Grund einer Antwort eine weiterführende Frage stellt.
  • Das „Mehrwissen“ durch das Vorgespräch nicht erwähnen („Wie du mir schon erzählt hast…“).
  • Nie das eigene Mikrofon aus der Hand geben (zwei Mikrofone oder das Mikrofon für den Gast halten).
  • Am Ende die zentralen Aussagen kurz zusammen fassen.

Beispiele

  • In einem Video wird der Interviewpartner vorgestellt und somit den Zuschauern die Person näher gebracht. Darauf folgt das Interview auf der Bühne.
  • Ein Interview wird unterbrochen und z. B. in der Predigt weitergeführt.
  • Ein Interview wird als Videoclip gezeigt (vorher aufgezeichnet; aus TV, Internet, Plattformen, etc.)

Mit Pannen richtig umgehen

By | Blog, Kreatives für einen Event, Moderation, Predigt & Rede | No Comments

Es gibt immer mal wieder Momente, bei denen es zu überraschenden Schwierigkeiten kommen kann. Mal fällt das Mikrofon aus, mal fällt ein Glas auf der Bühne herunter oder vielleicht vergisst man auch eine Ansage. Für den Umgang mit Pannen gibt es eine Grundregel:

Offensichtliches offensichtlich machen!

Diese Regel gilt auch für alle anderen Akteure auf der Bühne. Versuche nicht etwas zu verstecken, was sowieso jeder mitbekommt. Mach es erst recht offensichtlich.

Das wirkt authentisch und menschlich. Ein Überspielen wirkt lächerlich. Nimm es wenn möglich mit Humor. Hast du dich z.B. vor dem Auftritt bekleckert und wider erwartend keine Kleidung zum Wechseln dabei, kommentiere das mit Selbstironie am Anfang.

Wichtig bei einer Panne ist es auch, niemanden zu diffamieren (z.B. kein wildes klopfen auf einem Mikrofon und Augen verdrehen, wenn etwas nicht funktioniert). Beleidige nie dein Team oder einzelne Mitarbeiter. Das sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, kann aber im Eifer des Gefechts leider mal passieren. Auf der Bühne darf das allerdings niemals vorkommen.

Ein sehr schönes Beispiel ist hier mit John Maxwell im Video zu sehen…. selten so gelacht…

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=gUDvarSZPnU&feature=related[/youtube]
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Fremdschämen im Gottesdienst …

By | Blog, Moderation, Predigt & Rede | No Comments

…oder lieber begeistert?!

Darf ich offen sein? Neulich war ich in einem Gottesdienst und eine liebe Person hatte etwas berichtet. Toller Inhalt (soweit ich mich zumindest erinnern kann… wirklich, keine Ahnung, worum es da ging). Der ganze Auftritt war für mich kurz vorm fremdschämen. Ich hielt das fast nicht aus. Bin ich nun so schräg, dass ich mich nicht auf das „Wesentliche“ konzentrieren kann?!

Wenig später kam dann eine andere Person auf die Bühne und hat die ganzen Zuschauer mit ihrer Art begeistert und die Atmosphäre so positiv beeinflusst. Sie war ganz sie selbst. Hammer.

Wie kann man die Leute abholen und sie von der Bühne aus anleiten? Denn wenn man auf der Bühne steht, hat man den Wunsch, die Zuschauer anzusprechen und zu begeistern. Sei es von dem Inhalt, der vorgeführten Aktion und was auch immer auf der Bühne passiert. Wie kann man das erreichen? Wie kann man daran arbeiten, dass die Menschen einen gerne zuhören?

Folgende Punkte können dir dabei helfen daran zu arbeiten. Es gibt natürlich auch noch weiteres zu erwähnen, jedoch können schon diese drei Bereiche einen großen Unterschied machen.

Sei echt

Das sagt sich immer schnell und einfach. Aber wie kann man dort hinkommen, sich authentisch auf der Bühne zu verhalten? Eine hilfreiche Frage dazu ist: „Habe ich Angst, mich auf der Bühne zu blamieren?“ Je mehr man für sich weiß wer man ist und wer/was den eigenen Wert ausmacht (oder auch gerade nicht), desto entspannter und aufrichtiger kann man sich auf der Bühne bewegen. So wird es kommen, dass man keine /weniger Angst hat, sich vor Leuten zu blamieren. Denn das würde nichts an dem ändern, wer man ist.

Zeige Emotionen

Schon oft erwähnt und auch immer entscheidend: bringe nicht nur Sachinhalte, sondern deine eigenen Emotionen auf die Bühne. Der Zuschauer möchte dich „spüren“ und etwas miterleben. Durch die Emotionen entsteht Atmosphäre und ein Verständnis. Und seien wir ehrlich: man vergisst schnell, was gesagt wurde, aber nicht, wie man sich dabei gefühlt hat. Darum: sei dir bewusst, dass du auf der Bühne Emotionen zeigen solltest.

Erzähle Geschichten

Menschen interessieren sich für Menschen. Die Bibel ist schon voller Geschichten und Erlebnissen, damit wir dadurch mehr und mehr von Gott verstehen und begreifen. Durch Geschichten und Beispiele entstehen im Kopf Bilder und Emotionen zu dem jeweiligen Thema. Dies ist eine riesen Chance gerade den ganzen Menschen anzusprechen und zu erreichen.

 

Weiterführende Blog-Beiträge: Überzeugen – Gemeinsamkeiten – Wie authentisch bist du?

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Was passiert denn jetzt?!

By | Blog, Moderation, Predigt & Rede | No Comments

Wenn man auf der Bühne steht, kann immer etwas Unvorhergesehenes eintreffen. Mal ist man  dabei total überrascht und entspannt. Manchmal kann man mit einer Situation auch regelrecht überfordert sein. Denn wenn man auf der Bühne steht hat man ja immer auch die Aufgabe, das Publikum anzuleiten und weiter zu führen.

Grundsätzlich sollte man solchen „schrägen“ Umständen entspannt und mit Humor begegnen. Natürlich kann man sich auch darauf vorbereiten. Nehme dir doch einmal Zeit (evtl. mit deinem Team), um dir über folgende Umstände und deinen Reaktionen Gedanken zu machen.

Reagieren auf Umstände

Auch während eines Gottesdienstes können unterschiedliche Dinge passieren. Gut ist es daher, sich schon vorab über Eventualitäten Gedanken zu machen. Überlege dir deine Reaktion auf die verschiedenen Vorkommnisse und tauscht euch darüber im Team aus. Manche Situationen können in einer Probe auch nachgestellt werden. Dadurch bist du besser vorbereitet und kannst auf der Bühne sicherer reagieren.
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Umstand

  • Stromausfall
  • Licht geht aus
  • Mikrofon bleibt aus
  • Die Band „schwimmt“ musikalisch (sehr unsicher)
  • Der Hauptsänger hat den Text vergessen
  • Es entsteht eine längere Pause (Band setzt nicht ein)
  • Jemand Fremdes (niemand aus der Kirche) betritt die Bühne
Reaktion
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Wie authentisch bist Du?

By | Blog, Moderation, Predigt & Rede | No Comments

Wenn man auf einer Bühne steht, wird zu Recht erwartet, dass man authentisch ist und bleibt. Dies ist immer schnell gesagt, jedoch ist dies nicht immer ganz einfach, dies vor einem Publikum zu sein.

Folgende Punkte sollen dir helfen, echt und authentisch auf einer Bühne zu stehen:

[list style=”list2″ color=”red”]
  • Sei dir bewusst, wer du bist!

Nur wenn du dir deiner Identität bewusst bist, kannst du du selbst sein. Wer darf deinen Wert bestimmen und wer auch nicht?

  • Habe keine Angst, dein Gesicht zu verlieren!

Wenn man ständig darum bemüht ist, gut anzukommen oder keine Fehler zu machen, wirkt  dies verkrampft und  unnatürlich.

  • Zeige deine Emotionen!

Es geht nicht nur um Sachinhalte (egal welche Veranstaltung es auch sein mag), sondern auch um Emotionen. Erzähle darüber, WIE etwas für DICH ist und sei dir bewusst, auch Emotionen zu zeigen (Kontraproduktiv sind die Extreme: Pokerface – Seelenstriptees).

  • Zeige deine Ecken und Kanten!

Es geht darum, wie echt jemand ist und nicht, wie perfekt. Darum zeige auch gerne deine Macken (und auch mal deine Schwächen).

  • Glaube an das, was du sagst!

Sei davon überzeugt, wovon du sprichst (oder auch singst). Stehe zu deinen Überzeugungen.

[/list]

Diese paar Punkte können dir helfen, authentischer vor Leuten zu sprechen und zu agieren. Ich freue mich über deine Erfahrungen zuhören, die du damit machst.

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Wie verhalte ich mich vor dem Auftritt?

By | Blog, Moderation, Predigt & Rede | No Comments

Wichtig vor jedem Auftritt ist, dass man vorbereitet ist. Jetzt geht es um die Vorbereitung, wenn man kurz vor dem Auftritt steht. In welcher Stimmung man auf die Bühne geht, hat einen großen Einfluss auf den Gottesdienst. Hier ein paar Punkte, die dich dabei unterstützen sollen.

  • Führe wenn möglich direkt vor dem Auftritt keineGespräche mehr. Sei lieber allein oder mit deinem Teamhinter der Bühne. Wenn man evtl. schwierige oder ablenkende Gespräche kurz vorher führt, trägt man diese auchunbewusst mit auf die Bühne.
  • Mache dir die Eckpunkte der Lieder und deiner Ansagen noch einmal bewusst.
  • Bereite dich auch körperlich und emotional auf den Auftritt vor. Durch z. B. Springen, Hüpfen, Arme kreisen (u. ä.), kannst du zum einen negative Spannung abbauen und zum anderen mit mehr Energie auf die Bühne gehen.
  • Falls noch nicht geschehen, sollten die Sänger sich einsingen.
  • Eine gute Möglichkeit ist auch ein gemeinsamer Start mit der Band hinter der Bühne (Gebet, Zuspruch, Händedruck, etc.).

Es ist wichtig, dass man sich diese Zeit nimmt und nicht nur „nebenbei“ auf die Bühne geht. Beobachte dich selbst, ob du positiv „geladen“ bist oder eben mal so vorbeikommst.

 

Aus „Der Lobpreis-Trainer“ – ab Januar 2012 erhältlich.

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Umgang mit Lampenfieber

By | Blog, Moderation, Predigt & Rede | No Comments

Wenn man auf der Bühne steht und vor Menschen spricht, singt oder musiziert, ist es normal, dass man in gewisser Weise angespannt ist. Eine leichte Anspannung ist auch gut, denn dadurch ist man sich seiner Aufgabe sehr bewusst und hellwach.
Schlägt diese Anspannung aber in echtes Lampenfieber um, wird es eher zum Albtraum. Das Herz schlägt bis zum Hals, man bekommt schwitzige Hände, die Knie werden weich und man möchte am liebsten ganz woanders sein. Vielleicht hat man diesen Effekt nicht immer in der stärksten Form, jedoch kann es einen gerade dann plagen, wenn man mit dem Musizieren auf der Bühne beginnt. Was tun?

Zum einen wird mit der Erfahrung und der positiven Routine das Lampenfieber verschwinden. Zum anderen kann man auch aktiv entgegen wirken, damit man für die Bühne und seine Aufgabe parat ist.

Der Körper kann grundsätzlich nur einen Schmerz, eine Anspannung bewusst wahrnehmen. So kann man das Lampenfieber abbauen, indem man die Zehen zusammenkrallt, hält und dann wieder löst. Das sieht man nicht und hilft, die andere Anspannung zu verringern. Bevor du auf die Bühne gehst kannst du auch die Hände zu Fäusten machen, halten und wieder lösen. Ebenso kann es sehr hilfreich sein, vor dem Auftritt Lockerungsübungen zu machen. Dadurch kann sich auch die negative Spannung im Körper abbauen. Durch die Bewegung kann sich der Körper entspannen und den Stress verringern.

Wenn man aufgeregt ist, kann es helfen, sich nicht auf seine Gefühle zu konzentrieren, sondern auf die Emotionen des zu spielenden Liedes. Worum geht es in dem Song? Welche Gefühle und Inhalte werden dort ausgedrückt? So wird der Fokus von der eigenen Nervosität zu den Emotionen des Liedes verschoben. Dafür ist natürlich eine gute Vorbereitung wichtig.

Es ist normal, dass sich aufgrund von wenig Erfahrung Lampenfieber einstellt. Das ist nicht schlimm oder gar ein Problem. Man kann daran arbeiten und sich entspannen. Gerade im Bezug auf das Lampenfieber möchte ich noch einmal auf die Identität eingehen. Egal was du tust, welche Fehler dir passieren oder wie du dich verhältst: Gott liebt dich und nimmt dich an, so wie du bist. Das darf und soll dir Sicherheit und Stärke für deine Aufgabe geben. Mach dir das stets bewusst. Gott hat dir Gaben und Fähigkeiten gegeben und du setzt sie für ihn im Rahmen eines Gottesdienstes ein. Welch ein Vorrecht und Geschenk! So kannst du positiv entspannt sein.

Tipp: Wenn du Lampenfieber vor deinem Auftritt hast, dann lasse es zu und verdränge es nicht. Erkenne und bejahe dein Lampenfieber und gehe dann ganz ruhig Schritte, um die Spannung durch z.B. oben genannte Aktionen abzubauen.

Kurz zusammen gefasst
• Du darfst auch mal Lampenfieber haben.
• Kralle deine Zehen zusammen und löse sie wieder, um Spannung abzubauen.
• Mache vor deinem Auftritt Lockerungsübungen.
• Schaue mehr auf die Emotionen des Liedes, als auf deine eigenen.
• Sei gut vorbereitet.
• Mache deinen Selbstwert nicht an deinem Auftritt fest.

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Gemeinsamkeiten

By | Blog, Moderation, Predigt & Rede | No Comments

Um eine gute Kommunikation zu ermöglichen, ist es hilfreich, Gemeinsamkeiten aufzuzeigen.
Ob man nun von einer Bühne oder auch schriftlich Menschen sein Anliegen näher bringen möchte, ist es ratsam, Gemeinsamkeiten zu betonen. Dadurch fühlt sich der Zuhörer nicht nur verstanden und auch abgeholt, sondern er ist auch offener für die Inhalte. Denn der Redner ist ja „auch so wie man selbst“.

Dies kann sich ganz unterschiedlich ausdrücken:

Beispiele:
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  • Das „Wir“ betonen: wir als Christen/Männer/Frauen/Gruppe XY/Leiter/Mitarbeiter
  • Persönliches erzählen. – “Mir geht es auch so, dass…“ Dadurch ermöglicht man Zuhörern, ein Stückweit an seinem Alltag Anteil zunehmen.
  • Bei jeder Kommunikation überlegen, wo es Gemeinsamkeiten gibt und diese erwähnen: essen, trinken, musizieren, Sport, etc.

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Durch diese Interessensüberschneidungen fühlen sich deine Zuhörer mehr verstanden und hören aufmerksamer zu.
Frage dich: Wo sind die Gemeinsamkeiten zu meinem Publikum und wie kann ich diese betonen?

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Keep it simple

By | Blog, Moderation, Predigt & Rede | No Comments

Es ist nicht nur wichtig, was man sagt, sondern auch wie man es sagt. Und das so einfach wie möglich. Einfach ist gut, kompliziert ist schlecht. Man muss sich nur die Werbung anschauen und man bemerkt, dass gerade die einfachen und witzigen Slogans einem in Erinnerung bleiben.
Wenn du z.B. eine Rede oder eine Predigt hältst, dann frage dich bei der Vorbereitung, wie du deinen Inhalt einfach und klar halten kannst. Damit ist nicht gemeint, dass man schwierige und komplexe Sachverhalte auslässt, sondern diese gut und einfach kommuniziert.
Ein Schritt dazu ist es, einfache Gliederungspunkte zu entwickeln. Anstatt sich in irgendwelchen verschachtelten Sätzen zu verfangen, suche eine einfache Ausdrucksweise.

Anstatt:
Predigtthema: Das Vertrauen in Gottes Idee für dein Leben und deine Beziehungen
1. Das Vertrauen in Gott kann deinem Leben neuen Schwung geben.
2. Glaube an das, was Gott in dich hineingelegt hat.
3. Deinem Mitmenschen zu vertrauen, unterstützt Gottes Idee von Beziehungen.

Besser:
Predigtthema: Vertraue
1. Vertraue Gott
2. Vertraue dir
3. Vertraue den Menschen

Auch wenn nicht alle Gliederungen so kompliziert daher kommen, überlege dir immer, wie man diese vereinfachen kann, um eine gute Kommunikation zu ermöglichen. Das gleiche gilt natürlich auch für den gesamten Inhalt. Habe einen guten Inhalt und „Keep it simple“.

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Deinen Auftritt verbessern…

By | Blog, Moderation, Musiker, Predigt & Rede | No Comments

Von einer Bühne wird immer kommuniziert: bewusst oder unbewusst. Als Akteur möchte man (hoffentlich) immer besser darin werden, sein Anliegen optimal weiter zu geben. Sei es beim Reden, durch ein Lied, als Musiker oder auch als Schauspieler. Dazu gehört natürlich, dass man sich fachlich kontinuierlich weiterbildet.

Ein Hauptpunkt ist jedoch das eigene Selbstvertrauen bez. der eigene Selbstwert.

Auf der Bühne ist es wichtig, dass man sich sicher und auch wohl fühlt. Ein mangelndes Selbstwertgefühl wird sehr schnell vom Publikum wahr genommen. Dies geschieht oft unbewusst, äußert sich aber in der jeweiligen Performance. Sei es in der Körperhaltung, der Mimik, dem Gang und auch beim Singen. Denn je mehr man entspannt auf der Bühne „los lassen“ kann, desto besser wird die eigene Performance. Beachte als Akteur unbedingt den Punkt des eigenen Selbstwertes. Denn dadurch werden dein Auftritt und deine Kommunikation von der Bühne besser. Habe Vertrauen zu dir und sei dir bewusst, wer du bist.

Einfach gesagt: Du weißt, wer du bist, darum habe keine Angst, dein Gesicht auf der Bühne zu verlieren.

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Überzeugen

By | Blog, Moderation, Predigt & Rede | No Comments

Kevin Dutton, ein Psychologe an der britischen University of Cambridge geht davon aus, dass Überzeugungskraft auf fünf Elementen beruht. Er sagt folgendes:

„Die Botschaft muss einfach und überraschend sein, unser Eigeninteresse ansprechen und von einem Menschen vorgebracht werden, der Empathie und Selbstvertrauen ausstrahlt.“

Dies bei zum Beispiel Predigten und Reden zu beachten, kann zu einem großen Vorteil sein. Diese Punkte können helfen, die Ansprache und das eigene Auftreten zu überprüfen. Denn man möchte ja mit seinem Auftritt ein Ziel verfolgen, welches man seinem Publikum überzeugend nahe bringen möchte.

Fünf Elemente
• Einfach
• Überraschend
• Das Eigeninteresse ansprechen
• Empathie zeigen
• Selbstvertrauen ausstrahlen

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Was den sympathischen Redner kennzeichnet

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Eine kleine Liste mit hilfreichen Tipps:

[list style=”list2″ color=”gray”]
  • Deutlich sprechen
  • erleichtert das Verstehen

  • laut genug sprechen
  • schätzt man eher als eine leise Stimme

  • Pausen machen
  • zum Nachdenken, mitkommen

  • Gedankensprünge vermeiden
  • damit jeder mitkommt

  • bildhaft sprechen
  • regt Vorstellungsvermögen an

  • übersichtliche Hauptsätze gebrauchen
  • werden leicht und angenehm aufgenommen

  • die Zuhörer achten und beachten
  • drückt Achtung aus, fördert das zuhören

  • angemessen betonen
  • anstatt zu leiern, Bewahrung vor dem Einschlafen

  • verständliche Worte wählen
  • damit jeder klar kommt und alles versteht (Fremdwörter)

  • von deinem Thema begeistert sein
  • warum sollen sonst die anderen davon begeistert werden?

  • lebendig und interessant sprechen
  • damit man gerne bis zum Schluss zuhört

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Versuche dich immer wieder als Redner in die Lage der Zuschauer zu versetzen. Die Bedürfnisse der Zuschauer sollte auf alle Fälle in diesem Bereich des Redens die Grundlage bilden.

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Thematische Vorbereitung für eine Moderation

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Wenn du alle notwendigen Infos zu dem Gottesdienst hast, geht es zur thematischen Vorbereitung. Als Gastgeber der Veranstaltung bringst du den Menschen das Thema näher.

Verschaffe dem Thema Relevanz

Dies ist für das Ziel und die Predigt des Gottesdienstes von großer Bedeutung. Denn durch deine Moderation bereitest du das Publikum auf das Thema vor und leitest sie idealerweise dort hin. Durch die richtige Wortwahl und Hinführung bewirkst du eine größere Bedeutung bei den Zuhörern für das Thema. Jedes Thema eines Gottesdienstes sollte natürlich schon im Vorwege für die Menschen relevant sein. Doch ist dies den Gottesdienstbesuchern nicht immer bewusst
Bei der thematischen Vorbereitung können dir folgende Fragen eine Hilfe sein.

Unterstützende Fragen
• Was würde ich denken, wenn ich das Thema zum ersten Mal höre?
• Verstehe ich das Thema ohne christlichen Background?
• Was könnte für eine Stimmung nach den einzelnen Elementen entstehen?

Entnommen aus: “Der Moderations-Trainer” – vorbestellen hier

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Körperhaltung einüben

By | Blog, Moderation, Musiker, Predigt & Rede | No Comments

Wenn du auf der Bühne stehst, kann das Publikum an deiner Körpersprache und Haltung viel erkennen. Vielleicht ist man angespannt oder aufgeregt und so spiegelt sich dies an der Haltung wider. Um ein besseres Körperbewusstsein zu bekommen, kann dir folgende Übung helfen. Nutze diese, damit du offen und entspannt deinem Publikum begegnen kannst.

Übung:
Nehme dir ein paar Minuten Zeit und nehme unterschiedliche Körperhaltungen ein.
-Unterentspannt
-Überspannt
-offener Eindruck
-geschlossener Eindruck

Versuche diese Haltungen jeweils ein paar Minuten zu übernehmen. Lasse dich evtl. dabei beobachten und ein Feedback geben.
Dies verhilft dir deine Haltung bewusster wahrzunehmen und zu nutzen.

Hier ein paar Stichworte zu den Haltungen.

Unterspannte Haltung
-ruhende Bequemlichkeit
-Gleichgültigkeit
-müde, antriebslos
-Muskeln sind schlaff
-Bewegungsabläufe und Reaktionen scheinen ohne Initiative zu sein
-Schultern hängen, der Blick schweift durch die Gegend oder flüchtet nach innen

Überspannte Haltung
-Muskeln sind angespannt
-steifer Körperausdruck
-Die Mimik ist unbeweglich, der Blick starr
-Oberkörper und Kopf sind nach hinten gedrückt
-Halsmuskeln sind angespannt
-Knie sind durchgestreckt
-Schultern sind hochgezogen
-kein guter Stand, Angespanntheit und Anstrengung

Offene Haltung
-Aufrechte und entspannte Haltung
-freundliches Gesicht
-aufmerksamer und direkter Blick
-Beine stehen hüftbreit auseinander
-wirkt soverän und aufgeschlossen
-neugierig

Geschlossene Haltung
-Gesenkter Kopf
-gebeugter Oberkörper
-misstrauischer Blick von unten nach oben
-Haltung oder Geste, die den Körper schützt
-wenig Blickkontakt

zum Teil entnommen aus:
Bruno, Tiziana/Adamczyk, Gregor: Körpersprache. Freiburg: Haufe-Verlag 2011

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Kreiere einen Auftritt

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Menschen haben grundsätzlich das Bedürfnis nach „Vorhersagbarkeit“. Man möchte sich auf Dinge und Situationen einstellen können. Selbst in einem Film wird vor einer neuen Szene der Ton vorgezogen, damit man sich auf die neue Situation einstellen kann.
In einem Gottesdienst oder einer Veranstaltung kann man diesem Bedürfnis mit einem klaren Auftritt und Abgang begegnen. Taucht einfach jemand auf (z.B. ein Interviewgast), wirkt dies leicht irritierend. Wird dieser jedoch angekündigt, tritt dann auf und wird abschließend bewusst verabschiedet, kann der Zuschauer klare Strukturen erkennen, die ihm wiederum Orientierung und Sicherheit bieten.

Ankündigung + Einlösung = Auftritt

Überlegen sollte man sich, wo man eine Ankündigung wählen sollte, damit der nächste Akteur einen guten Auftritt bekommt. Es geht nicht darum, einzelne Personen hervorzuheben, sondern dem Publikum durch die direkte Ankündigung eine Struktur zu bieten, die in unserer Kultur allgegenwärtig ist.

Auch entsteht durch die Ankündigung eine Art Verzögerung, die Spannung und Erwartung erzeugen kann. Beispiele für Ankündigungen:
• Moderationsansage für Person XY (wer, wie, was, …)
• Videoclip mit Vorstellung des Interviewgastes
• Einblendung über den Beamer/Screen: z.B. Infos, Aktuell, Interview, etc.
• Usw.

Genauso kann man auch einen klaren „Abgang“ bewerkstelligen. Durch diese Informationen kann der Zuschauer sich darauf einstellen. Man kann sich die Frage stellen, wie der Zuschauer weiß, dass der Auftritt des Akteurs gleich endet. Dies geschieht z.B. durch eine Zusammenfassung bei der Predigt; eine Ankündigung, dass ein letztes Lied gesungen wird, usw.
Durch diese Überlegungen gibst du dem Publikum mehr Sicherheit und Orientierung.

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Ein Ziel für deinen Auftritt

By | Blog, Moderation | No Comments

Warum gehst du auf die Bühne? Diese Frage klingt vielleicht ein wenig banal, ist aber sehr wichtig. Vielleicht stehst du auf der Bühne um zu moderieren, zu singen, etwas zu sagen oder um ein Instrument zu spielen. Aber was ist dabei dein Ziel?

Du solltest für jeden Auftritt ein Ziel formulieren können. Dieses Ziel könnte bei einer Moderation folgendes sein: „Ich möchte die Leute herzlich begrüßen und eine positive Atmosphäre kreieren.“ Dies kann man dann je nach Persönlichkeit ganz unterschiedlich gestaltet und erreichen.

Wenn du kein Ziel hast, wirst du es auch schwer haben, etwas klar zu erreichen. Wenn du weißt, warum du auf der Bühne stehst und was dein Ziel und Aufgabe ist, desto sicherer, klarer und angenehmer wird für dich und dein Publikum der Auftritt.

Hinführende Fragen:

• Was möchte ich kommunizieren und warum?
• Was möchte ich wirklich sagen?
• Welche Informationen benötigt das Publikum?