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Will ich aber nicht!

Es gibt eine natürliche Reaktion auf Veränderungen: erst einmal dagegen. Das klingt sehr negativ. Wenn man aber ehrlich ist, denkt fast jeder so. Es kommt eine Veränderung von außen auf einen zu und man reagiert mit einem ersten Impuls: Nein, wozu, es war vorher ja auch in Ordnung. Erst allmählich freundet man sich mit dem neuen Aspekt an und denkt daran, dass eine Veränderung für einen selbst gut passen könnte. Diese Art Abwehrreaktion findet man auch in fast jeder Geschichte oder Film (König der Löwen: „Ich will nicht König werden!“; Spiderman: möchte die Verantwortung nicht wahr nehmen; Gladiator: weigert sich als Gladiator zu kämpfen;  Space Cowboys: will zuerst nicht mitfliegen; usw.).

Im Gottesdienst

Interessant ist es nun, genau diesen Aspekt in einem Gottesdienst zu integrieren. So kann gerade im Rahmen verschiedener kreativen Elemente auf das Thema eingegangen werden. Wird ein Standpunkt verdeutlicht, kann auch gerade der Widerspruch und die Weigerung dazu thematisiert werden.

Beispiele:

Thema „Vergebung“: Es wird das Thema Vergebung angerissen und es folgt drauf z.B. ein Poetry, der die Weigerung verdeutlicht („Will ich aber nicht! Vergebung nur, wenn der andere darum bittet; Nachgeben ist nicht immer richtig usw.“).

Thema „Gott tut Wunder“: Auch hier wird das Thema aufgegriffen (verbal, kreatives Element) und im Anschluss ein Gegenpunkt gesetzt (z.B. als Moderation, Videoclip, etc.): „Habe ich nie gesehen, Gott tut dies nicht bei mir, etc.“

Der Vorteil an diesem Stilmittel ist es, Fragen und Einwände der Zuschauer aufzugreifen und zu verbalisieren. Denn die Fragen und Widerstände gegen ein Thema sind sowieso vorhanden. So kann man auf eine breitere Aufmerksamkeit des Publikums hoffen, wenn man auch die „normale Reaktion“ in einem Gottesdienst thematisiert hat. Im weiteren Verlauf kann dann auf Lösungsvorschläge praktisch eingegangen werden.