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Category Archives: Moderation

Tipps zum Geschichten sammeln

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Oft sucht man nach einer guten Geschichte für seine Rede, Moderation, Predigt oder Präsentation. Aber wenn man sich mit dem Inhalt auseinander setzt, fällt einem oft nichts ein.

Hilfreich ist es, sich eine eigene Sammlung von persönlichen Geschichten anzueignen und aufzuschreiben. Sehr oft überlegt man nur  chronologisch, was man schon alles erlebt hat. Jedoch gibt es auch noch andere Möglichkeiten, sich an eigene Geschichten zu erinnern und diese abzurufen:

Welche Geschichten fallen dir ein zu:

  • Räumen (z.B. Küche, Flur, Wartezimmer, Krankenhaus,  …)
  • Orte (z.B. Schulhof, Strand, Wald, auf dem Meer, Schwimmbad, …)
  • Düfte/Gerüche (z.B. Kuchenduft, Kaffeeduft, Rosenduft, Brandgeruch, Schweißgeruch…)
  • Menschen (z.B. Lehrer, (Zahn-)Arzt, Feuerwehrmann, Schaffner, Chef, Vertreter, Freund XY,  …)
  • Lieder (z.B. Happy Birthday, New York New York, Hoch auf dem gelben Wagen, Guten Abend gute Nacht, …)
  • Gefühlen (z.B. verliebt, wütend, traurig, enttäuscht, verwirrt, fröhlich, verrückt, …)
  • Gegenstände (z.B. Wasserkocher, Toilettenpapier, Mikrofon, Blumentopf, Vitrine, …)
  • Ereignisse (z.B. Schulabschluss, Klassentreffen, 1.Autoanmeldung, Weihnachten, …)
  • Städte (z.B. Hamburg, London, Berlin, Miami, Schwerin, …)
  • Begriffe (z.B. hell, grün, heiß, dunkel, eklig, schön, verführerisch, lustig, …)

Wenn man sich langsam nur die einzelnen Worte durch liest, fallen einem meist sofort einzelne Geschichten zu diesen Begriffen ein. Probiere es aus und notiere sie dir z.B. in Stichworten und Themen in eine Liste. So hast du nach und nach einen Fundus von persönlichen Geschichten, die du bei deiner Rede verwenden kannst.

 

 

 

Drehbuch im Kopf

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Ein Bild kann eine ganze Geschichte erzählen. Ebenso  kurze Geschichten oder einzelne Sätze.

“Lieber Gott. Bitte schicke Dennis Clark dieses Jahr zu einem anderem Camp. Peter”

Welche Geschichte geht dir bei diesem Satz durch deinen Kopf? Was stellst du dir vor? Was ist vorgefallen? Wie fühlt sich die Person?

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Emotionen aufgreifen

By | Blog, Moderation | No Comments
[image align=“right“ lightbox=“true“ width=“300″ height=“450″]http://www.detlev-reich.de/wp-content/uploads/2012/09/emo.jpg[/image]

In einer Veranstaltung sollte man die richtige Atmosphäre im richtigen Moment prägen.

Aufgrund der Programmelemente entstehen bestimmte Emotionen, denen man als Moderator begegnen muss. Das gleiche gilt vor einem Programmpunkt. Es ist notwendig die Zuschauer auch emotional darauf vorzubereiten. Bei freudigen und lustigen Elementen mag diese emotionale Hinführung vielleicht weniger beachtenswert erscheinen. Dies ist jedoch unbedingt notwendig, je dramatischer, kontroverser oder auch aufwühlender ein Programmpunkt dargestellt wird. Wenn die Hinführung zum Thema gut gestaltet ist, kann der Zuschauer auch besser darauf reagieren.

Mit dem Diagramm kann man die Art des Elementes einstufen und sich dadurch besser darauf vorbereiten. Je weiter rechts auf der Skala die Elemente eingestuft werden, desto weniger emotional muss man das Publikum darauf vorbereiten. Pauschal gesprochen bedeutet dies, dass die Art des Elements (Comedy/Drama), die Gestaltung der Anmoderation bestimmt(verschmitzt/seriös). Man sollte es vermeiden, z. B. überspitze komische Elemente zu erklären, zu rechtfertigen und somit seriös anzumoderieren.

Man kann auch für sein Publikum einen gewissen Rahmen im Diagramm definieren, der sicher ist und somit das folgende Element auch ohne viel Vorbereitung für die Zuschauer angenehm ist.

Dieser Abschnitt wurde aus dem aktuellen Buch: „Gottesdienst-Handbuch – Stilmittel, Strukturen und Modelle für Gottesdienste am Puls der Zeit“ entnommen.

Infos und Bestellung

ebook: itunes / amazon

Download des Diagramms unter www.detlev-reich.de/gh

 

 

Fehler beim Sprechen vor Leuten

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Es können verschiedene Fehler beim Sprechen auf der Bühne gemacht werden. Wenn man um gängige Fehler weiß, kann man diese einfacher vermeiden.

Habe eine klare und ruhige Sprache. Sprich in einfachen und klaren Sätzen. Setze dazwischen bewusst Pausen und senke die Stimme am Ende des Satzes. Vor allem Frauen tendieren dazu, Sätze wie eine Frage oder eine unvollendete Aufzählung zu beenden und gleich zum Nächsten überzugehen. Männer hingegen sprechen oft höher, wenn sie angespannt oder aufgeregt sind. Komme mit deiner Stimme „herunter“ und versuche in deiner normalen Tonlage zu reden.

Bezogen auf die Betonung treten folgende Fehler häufiger auf:

Es werden Satzzeichen betont.
Wenn es ein geschriebenes Skript gibt, kann es vorkommen, dass man alle Satzzeichen zum Anlass nimmt, mit der Stimme hochzugehen. Dadurch wirkt der Text, wie gelesen.

Es wird eine falsche Satzmelodie verwendet.
Der Sprecher hat sich eine unnatürliche Melodie beim Sprechen vor Publikum angewöhnt. Z.B. kann es sich dabei um eine große Stimmbewegung oder viele kleine Melodie-Bögen im Satz handeln. Die Melodie soll für Gefühlstiefe sorgen. Es klingt aber eher künstlich.

Es wird monoton gesprochen.
Normal spricht man mal laut, leise, hoch, tief, schnell und langsam. Aufgrund von Unsicherheit begibt man sich auf ein einziges Tonniveau, das konsequent durchgezogen wird.
Es wird im Pathos gesprochen. Durch ständiges überbetonen und erhöhter Lautstärke, möchte der Sprecher seinem Inhalt Nachdruck verleihen. Kurzzeitig kann dies sehr hilfreich sein, übermäßig ist es jedoch ermüdend und wirkt affektiert.

Es wird „Schönsprechen“ verwendet.
Dabei wird jeder Silbe überdeutlich und schön ausgesprochen und betont.

Es wird zu viel betont.
Hier wird in der Weise zu viel betont, dass der Zuhörer meint, es wäre schon der Höhepunkt des Vortrages. Diese scheinbaren Höhepunkte bringen mehr Verunsicherung als Nutzen und lassen den Hörer ermüden.

 

Mehr dazu im Buch: Der Moderations-Trainer

Interview in einem Gottesdienst

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Möglichkeiten

Interviews in einem Gottesdienst sind gute Möglichkeiten, das Thema zum einem zu vertiefen und auch die Relevanz zum alltäglichen Leben aufzuzeigen. Hinzu kommen die Berichte über die persönlichen Erfahrungen, die die Befragten erlebt haben. Durch diese Geschichten können die Zuschauer das Thema des Gottesdienstes stärker verinnerlichen. Auch Interviews über ein bestimmtes Fachwissen ist möglich.

Dauer

Je nach Interviewpartner und dem Thema kann die Länge des Interviews sehr unterschiedlich ausfallen. So ist es auch möglich statt einer Predigt ein Interview zu führen. Wenn ein Interview zusätzlich zu einer Predigt gehalten wird (ohne deren zeitliche Kürzung), sollte es 05:00 – 06:00 Minuten nicht übersteigen.

Einbindung

Da in einem Interview meist ein Erlebnisbericht und somit eine Geschichte weitergegeben wird, sollte diese im weiteren Verlauf aufgegriffen werden. Ein Interview kann auch gut in einer Predigt platziert werden, um den Inhalt weiter zu vertiefen.

Besonderheiten

Ein Interview muss vorbereitet werden. Der Moderator sollte im Vorwege präzise Fragen formulieren. Dabei sollte er beachten, was der Zuschauer vom Gast wissen möchte. Welche Fragen müssen gestellt werden, damit ich diese Informationen erhalte? Was ist das Ziel des Interviews?

Ein kurzes Vorgespräch macht Sinn, jedoch sollte nicht das komplette Interview durchgesprochen werden (z. B. nur Anfangsfrage, Ziel des Interviews, etc.). Sonst besteht die Gefahr, dass das Gespräch zu unnatürlich wirkt. Bei unsicheren Gästen kann man in einem Warm-up die Fragen und Themenbereichen erläutern ohne selbst die genauen Antworten abzufragen.

Beim Gespräch achte auf folgende Punkte:

  • Keine doppelten Fragen stellen (zwei Fragen hintereinander).
  • Offene Fragen stellen (Wer, Wo, Was, Wann, Wie, Warum, Woher). Keine „Ja/Nein-Fragen“.
  • Kein bloßes Fragen abhaken, sondern ein Gespräch führen, indem man auf Grund einer Antwort eine weiterführende Frage stellt.
  • Das „Mehrwissen“ durch das Vorgespräch nicht erwähnen („Wie du mir schon erzählt hast…“).
  • Nie das eigene Mikrofon aus der Hand geben (zwei Mikrofone oder das Mikrofon für den Gast halten).
  • Am Ende die zentralen Aussagen kurz zusammen fassen.

Beispiele

  • In einem Video wird der Interviewpartner vorgestellt und somit den Zuschauern die Person näher gebracht. Darauf folgt das Interview auf der Bühne.
  • Ein Interview wird unterbrochen und z. B. in der Predigt weitergeführt.
  • Ein Interview wird als Videoclip gezeigt (vorher aufgezeichnet; aus TV, Internet, Plattformen, etc.)